Testosteron – das Hormon zum Muskelaufbau

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Testosteron ist mit Sicherheit das wichtigste männliche Geschlechtshormon (Androgen). Während Frauen nur etwa 0,06-0,86 ng/ml des Hormons bilden, sind es bei Männern 3-10 ng/ml. Das Androgen entsteht hier hauptsächlich in den Hoden, aber auch in der Nebenniere.
Das männliche Sexualhormon ist mitverantwortlich für die tiefe Stimme des Mannes, für den Sexualtrieb und für die Muskelbildung, aber auch für Blutbildung, Stoffwechsel und die Hautbildung. Es steigert Antrieb, Aggressivität und Stimmung.

Die Höhe des Testosteronspiegels ist maßgeblich genetisch festgelegt und sinkt im Alter. Auch im Tagesverlauf schwankt der Pegel. Durch sportliche Betätigung und Muskelaufbau ist es in begrenztem Maß möglich, den individuellen Testosteronspiegel zu verändern. Immer wieder versuchen vor allem Sportler auch, ihren Testosteronspiegel künstlich zu erhöhen.

Bekannt ist der Missbrauch von testosteronähnlichen Präparaten wie anabolen Steroiden. Vor allem in der Bodybuildingszene ist diese Art häufig anzutreffen. Durch eine Testosteronzufuhr wird das Muskelwachstum verstärkt. Es werden mehr Muskelzellen mit mehr Zellkernen und längeren Fasern gebildet. Dadurch ist es möglich, auch entgegen der genetischen Veranlagung eines Menschen weiter an Masse zuzunehmen. Der Muskelaufbau kann auch viel schneller erfolgen. Da Steroide auch noch den Appetit steigern sollen, wird der Masseaufbau noch weiter beschleunigt.
Aber auch in anderen Sportarten, hier vor allem im Profisport, wird auf Testosterondoping zurückgegriffen, so zum Beispiel im Radsport. Vor allem während Wettkämpfen kann dort das Androgen eingesetzt werden. Denn im Laufe einer anstrengenden Etappe sinkt der Testosteronspiegel stark und Muskeln werden abgebaut. Doping kann dabei Abhilfe schaffen.
Auch in nahezu allen anderen Sportarten, bei denen es auch auf Kraft ankommt, kann mit Testosterondoping nachgeholfen werden.

Während die Testosterongabe im Leistungssport illegal ist, verabreichen aber auch Mediziner das Sexualhormon an bestimmte Personengruppen, zum Beispiel an Menschen nach einer Chemotherapie oder an Aidspatienten.

Das Testosteron steigern ist auf verschiedene Arten möglich. So gibt es etwa Testosteronpflaster, die für ein paar Stunden auf den Hodensack geklebt werden und dort das Hormon freisetzen. Vor allen Dingen beim Doping ist diese Methode sehr beliebt, da sie bei Urinkontrollen kaum nachweisbar ist. Auf der anderen Seite kann das Androgen aber auch gespritzt werden, meistens in Fettgewebe am Po. Dies wird etwa alle drei Wochen wiederholt. Es ist aber genauso möglich, das Hormon als Depot zu spritzen, sodass nur alle drei Monate eine Wiederholung erforderlich ist. Auch Gel oder Testosteronimplantate werden teilweise genutzt.

Durch die künstliche Testosterongabe, z.B. in Form von Testoboostern, können einige unerwünschte Nebenwirkungen wie gesteigerte Aggressivität, Akne oder Haarausfall ausgelöst werden. Bei Frauen kann eine Testosterongabe eine anomale Vermännlichung auslösen. Auch eine krankhaft gesteigerte Libido, aber auch Impotenz kann durch das Sexualhormon verursacht werden. Das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden und an Krebs zu erkranken steigt. Verstärkt wird die Gefahr unerwünschter Nebenwirkungen durch unsachgemäße und übermäßige Gabe des Hormons. Eine Testosterongabe sollte daher immer von einem Arzt begleitet werden.

Was unterscheidet eine Osmose- von einer Umkehrosmoseanlage?

Bevor die unterschiedlichen Funktionsweisen der Osmoseanlage und der Umkehrosmose beschrieben werden, soll hier zunächst kurz und knapp der Begriff „Osmose“ erläutert werden:

Unter der Osmose versteht der Naturwissenschaftler einen gerichteten Fluss molekularer Teilchen durch eine semipermeable (halbdurchlässige) Trennschicht. Es ist nichts anderes als der Ausgleich von zwei Flüssigkeitsqualitäten, die durch eine Membran (Filter, Sieb) getrennt sind. Das liest sich sehr kompliziert – ist aber sehr einfach. Ein Beispiel verdeutlicht dies:
Haben wir z. B. auf der einer Seite der Membran Wasser mit einem 5%igen und auf der anderen Seite der Membran Wasser mit einem 10%igen Mineralstoffanteil, so findet durch den eigenen Druck des Wassers und der Spülung durch den Filter ein Austausch der Flüssigkeiten solange statt, bis eine Angleichung der Mineralstoffanteile (also 7,5%) auf beiden Seiten geschaffen ist. Es ist also eine Vermengung der Flüssigkeit mit höherem Druck mit der Flüssigkeit mit niedrigerem Druck, die solange erfolgt, bis der Druck ausgeglichen ist. Und genau das ist die Funktion der Osmoseanlage. Hierbei werden keine physikalischen Hilfsmittel eingesetzt.

Die reine Osmose findet nahezu nur noch in der Natur statt. So z. B. im menschlichen Körper beim Stoffwechsel. Hier wird der Sauerstoffgehalt des Blutes in den Gefäßen (Adern) mit dem im umliegenden Gewebe oder den Zellen angeglichen, wobei die „Wände“ der Gefäße bzw. Zellen hier als Membran fungieren.

Viel häufiger hingegen und auch bekannter ist die Umkehrosmose, die in der Fachliteratur auch als Reservosmose bezeichnet wird. Im Gegensatz zur Osmose wird jetzt eine Seite der Membran physikalisch einem höheren Druck ausgesetzt, wodurch die Flüssigkeit gezielt zur Membran geleitet und dort gefiltert wird. Auch das liest sich viel komplizierter, als es wirklich ist. Deshalb ein weiteres Beispiel:
In vielen US-Haushalten wird nur gereinigtes Wasser verwendet. Die hierzu verwendete Anlage (Abmessung etwa wie ein Bierkasten) wird an das Leitungswassernetz angeschlossen. Der einseitige Druck entsteht, wenn das Wasser aus dem Wasserhahn in die Anlage fließt. Reicht der Druck nicht aus, helfen sog. Druckerhöhungspumpen weiter. Die Flüssigkeit wird durch die Membran gepresst und entsprechend gereinigt. Es entsteht ein reines Wasser, das sog. Osmose-Wasser. Um die Membran gegen Verschmutzung zu schützten (wäre sonst wie ein verstopfter Filter), wird das sich vor der Membran befindliche konzentrierte Schmutzwasser abgefangen und abgeleitet. Es gibt Anlagen, die mit mehreren Vorfiltern arbeiten, um die Membranen zu schonen und die Menge an Schmutzwasser zu reduzieren.

Die Funktion der Umkehrosmose wurde im Auftrag der NASA in den 60er Jahren entwickelt. Hier wurde das Ziel verfolgt, aus nahezu jeder Flüssigkeit reines Trinkwasser zu schaffen. Und die NASA hat das Ziel erreicht. Heute werden durch diese Technik Salzwasser und noch ganz andere Flüssigkeiten zu Trinkwasser gefiltert. Sogar unsere Astronauten im All benutzen diese Technik zur Wasserversorgung.

Zum Schluss noch einige technische Informationen:
Die Membran zur Filterung ist laserpunktbehandelt so fein, dass alle Unreinheiten, die größer sind als 0,0001 Mikrometer (= 0,0000001 Millimeter), zurückgehalten werden. Und trotzdem befinden sich im sog. Osmose-Wasser immer noch Mineralien.
Die Membranleistung wird übrigens gemessen in GPD (Gallons per day). Für einen Haushalt bis 4 Personen werden 600 GPD empfohlen, was einer Stundenleistung von ca. 90 Liter entspricht.